Seit 2012 ist Ernährungsbildung durch die Empfehlung der Kultusministerkonferenz zur Gesundheitsförderung formal Teil des Bildungsauftrags an deutschen Schulen. Doch wie setzt man das im Alltag um, ohne dass es wie ein zusätzliches Pflichtprogramm wirkt?
Was sagt das REVIS-Curriculum zur Ernährungsbildung?
Die Reform der Ernährungs- und Verbraucherbildung (REVIS) ist der bundesweit anerkannte fachdidaktische Rahmen für Ernährungsbildung an allgemeinbildenden Schulen. Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) orientiert sich in seinen Materialien direkt an diesem Konsens.
Welche bewährten Formate gibt es bereits?
Der Ernährungsführerschein des BZfE wird seit fast 20 Jahren ab Klasse 3 eingesetzt: Kinder lernen dabei mit allen Sinnen, Lebensmittel wahrzunehmen, zuzubereiten und zu genießen.
Warum funktionieren Geschichten und Charaktere so gut?
Abstrakte Begriffe wie „Nährstoffe“ oder „Zucker“ werden für Kinder greifbar, wenn sie an Figuren und eine Handlung gekoppelt sind – ein Prinzip, das auch „Die Nährstoffgeschichte“ nutzt: Die „Nährstoffis“ (Magnus Magnesium, Sonnenvitamin Deee & Co.) machen komplexe Ernährungsthemen für Kinder ab dem Kita-/Grundschulalter fassbar.
Wie kann ich das konkret in meinen Unterricht einbauen?
- Vorlesen/Hörspiel als Einstieg ins Thema (siehe Hören)
- Bastel- und Malmaterial zur Vertiefung nutzen
- Steckbriefe als Wiederholungs- und Merkhilfe einsetzen
- Bei größeren Projekten: Schultheater-Aufführung als Höhepunkt
Und jetzt?
Alle passenden Materialien für Kita und Grundschule findet ihr auf der Seite für Pädagog*innen und im Downloadbereich. Wer eine ganze Aufführung plant: Infos zur Schultheaterlizenz.